Bausparverträge

Die meisten Menschen träumen von den eigenen vier Wänden. Wer später einmal eine Wohnung kaufen oder ein Haus bauen möchte, sollte daher möglichst früh einen Bausparvertrag abschließen, der bei der Verwirklichung des Traumes hilft.

Früher gehörte ein Bausparvertrag zu einem jungen Menschen wie der Führerschein und der erste eigene Plattenspieler. Aufgrund der immer niedriger gewordenen Verzinsung und der zahlreichen anderen finanziellen Verpflichtungen, denen heute nachgekommen werden muss, sind Bausparverträge heute nicht mehr so weit verbreitet wie noch vor zehn bis zwanzig Jahren. Doch wer zum Häusle bauen Geld anlegen möchte, kommt um einen Bausparvertrag nicht herum.

Bausparverträge können mit speziellen Bausparkassen abgeschlossen werden oder mit Tochterinstituten der Banken, die selbst aufgrund des Bausparkassengesetzes keine Bausparverträge anbieten dürfen. Auch Direktbanken wie die SWK Bank in Baden-Württemberg unterhalten Töchterfirmen, die Bausparverträge anbieten.

Auf Zinssatz und Laufzeit achten

Wer Geld anlegen will, sollte auf einen möglichst hohen Zinssatz achten, der in der seit Jahren anhaltenden Niedrigzinsphase zwar schwierig aber nicht unmöglich zu finden ist. Der Zinssatz kann je nach Länge des Vertrags und Ende der Ansparzeit variieren. Neben dem Standardtarif bieten viele Banken auch Schnellspartarife oder Langzeittarife an, die das schnelle Bauen oder einen höheren Zinssatz ermöglichen.

Generell beträgt die Laufzeit eines Standardbausparvertrags etwa 20 Jahre. Davon entfallen die ersten Jahre auf die sogenannte Sparphase, in der ein vorher festgelegtes Mindestsparguthaben angesammelt wird. Der Sparer zahlt jeden Monat (oder vierteljährlich) etwa 3-10 Promille der Bausparsumme an die Bausparkasse ein, die sich das Recht vorbehält, den Vertrag einseitig zu kündigen, wenn der Sparer seiner Verpflichtung nicht nachkommt. Die Sparphase dauert gewöhnlich 8-10 Jahre.

Nach Erreichen des Mindestsparziels kann sich der Sparer sein Darlehen auszahlen lassen. Diese Phase wird Zuteilungsphase genannt. Neben dem Erreichen des Mindestsparziels kann die Freigabe auch nach einer bestimmten vorher festgelegten Vertragsdauer erfolgen. Der Zuteilungstermin sorgt immer wieder für Ärger, da die Wartezeit auf das Darlehen unter Umständen Monate dauern kann. Wer eine Immobilie kaufen oder mit dem Hausbau beginnen will, sollte daher unbedingt vorher mit der Bausparkasse klären, wann mit dem Beginn der Auszahlung gerechnet werden kann.

Ist die Zuteilung erfolgt, erhält der Bausparer neben dem bereits eingezahlten Sparbetrag den Rest der Gesamtsumme als Darlehen, das mit einem festgelegten Zinssatz zurückgezahlt werden muss. Die Tilgung beträgt zumeist zwischen 0,2 und 0,9 Prozent der Gesamtsumme, ist also höher als der zuvor eingezahlte Sparbetrag. Auch hier sollte unbedingt vor Abschluss des Bausparvertrages auf den Zinssatz geachtet werden sowie auf die Möglichkeit einer vorzeitigen Ablösung des Darlehens.

Neben der eigenen Geldanlage können Bausparverträge auch als Anlageform für vermögenswirksame Leistungen des Arbeitgebers, als Arbeitnehmersparzulage und für die Wohnungsbauprämie genutzt werden. Ausführliche Beratung erteilt jede zuverlässige Bausparkasse, Geldinstitute und Direktbanken wie die SWK Bank. Auf jeden Fall sollten mehrere Angebote eingeholt und verglichen werden, ehe sich auf einen Vertrag festgelegt wird, denn mit einem Bausparvertrag wird eine langfristige Verpflichtung eingegangen, die wohlüberlegt sein muss.

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