Fallen bei der Baufinanzierung

Bevor Sie sich um eine Baufinanzierung kümmern, sollten Sie sich diese Checkliste ansehen. Es werden die zehn größten Fallen aufgezeigt in die ein Darlehensnehmer tappen kann, wenn er sich vorab nicht genügend informiert hat. Die Liste wurde von der Schwäbisch-Hall erstellt.

Der erste Punkt dürfte inzwischen bekannt sein: Gehen Sie niemals mit zu wenig Eigenkapital ein Baudarlehen ein. Je mehr Geld Sie sich leihen, desto teurer wird die Finanzierung. Am besten ist es, wenn Sie in Drittel der Gesamtkosten selbst tragen können. Diese Rechnung hat sich als solide bewährt.

Zweitens müssen Sie darauf achten, dass Sie ihren Kreditbedarf richtig einschätzen können. Wenn Sie zu diesen zu niedrig ansetzen, kommt es zu einer teuren Nachfinanzierung. Ist der Kreditbedarf zu hoch eingestuft, verlangen die Banken eine Nichtabnahmeentschädigung. Kalkulieren Sie also vorab genau, wieviel Geld sie benötigen.

Bei den Zinsen unterscheidet man zwischen Nominal- und Effektivzins. Jedoch ist nur letzterer wirklich aussagekräftig beim Vergleich von Finanzierungsangeboten.
Als vierten Punkt nennt die Schwäbisch Hall das Problem, dass Extrakosten selten erkannt werden. Ein Laie erkennt diese oftmals nicht. Extrakosten können Kontoführungsgebühren oder auch Darlehensgebühren sein. Auch die Bereitstellungszinsen fallen überall anders aus.

Vorab sollten Sie auch ihre Eigenleistungen, die Sie in das Darlehen mit einbringen genau einschätzen können. Ist die Hypothek falsch kalkuliert zahlen Sie am Ende viel mehr als veranschlagt. Auch die monatliche Belastung sollte richtig geplant werden. Setzen Sie hier für Zins und Tilgung maximal 40 Prozent ihres monatlichen Nettoeinkommens ein.

Setzen Sie die Tilgung nicht zu niedrig an. Je kürzer die Laufzeit eines Kredits ist, desto niedriger sind auch die Gesamtkosten. Sie möchten ja spätestens im Ruhestand die Immobilie vollständig abbezahlt haben.
Der achte Punkt der Liste betrifft die Nebenkosten, die beim Erwerb einer Immobilie anfallen. Es fallen Gebühren für den Notar und den Grundbucheintrag an. Außerdem müssen sie womöglich eine Maklergebühr zahlen und die Grunderwerbssteuer fällt ebenfalls an.

Wenn Sie ihre Immobilie vermieten, sollten Sie wissen, dass die Nebenkosten für den Eigentümer um etwa 20 Prozent höher sind als die des Mieters. Es müssen Rücklagen für Renovierungsmaßnahmen geschaffen werden und Wohngeld bezahlt werden. Hier können Sie beispielsweise Geld durch einen Bausparvertrag anlegen, dessen Wert ungefähr 15 Prozent des Verkehrswerts der Immobilie beträgt.

Ein letzter wichtiger Punkt, der eigentlich logisch erscheint ist das Anlegen von Reserven. Wer sich eine Immobilie kauft, sollte auch während der Finanzierung noch genügend Rücklagen besitzen oder schaffen. Dann müssen Sie sich im Fall einer ungeplanten Geldaufwendung nicht weiter verschulden.

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